Polster, Helmut; Buwert, Christa; Herrmann, Peter; Pötke, Wilfried; Trätner, Arnulf; Wens, Rolf
Sanierungsgrundlagen Plattenbau - Prüfverfahren, Hrsg.: Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken e.V. (IEMB), Stuttgart: Fraunhofer IRB Verlag, 1995
3. Prüfungen von Baustoffen und des Korrosionsschutzes

 

Härteprüfung nach Brinell bzw. Vickers

Kurzbeschreibung:
Ein Eindringkörper - bei Brinell eine gehärtete Stahlkugel, bei Vickers eine Diamantpyramide - 
wird in die Oberfläche einer Probe, rechtwinklig zur Prüffläche stoß- und schwingungsfrei, 
eingedrückt. Die den Prüfbedingungen angepaßte Prüfkraft ist im Normalfall 10 bis 15 
Sekunden zu halten. Nach Wegnahme der Prüfkraft wird der bleibende Eindruck des 
Eindringkörpers vermessen und der entsprechende Härtewert mit Hilfe von Tabellen der DIN 
ISO 150 409 bestimmt.

Durchführung:
- Vorbereitung der Probenoberfläche (glatt, eben und frei von Fremdstoffen)
- Prüfung an einem Härteprüfgerät, welches die Forderungen der DIN 51 225 erfüllt
- Festlegung des Prüfverfahrens, entsprechend der Werkstoffeigenschaften
- Wahl der optimalen Prüfkraft
- Aufbringen von mindestens 3 Eindrücken
- Auswertung der Meßergebnisse mit Prüfbericht

Entwicklungsstand:
International anerkanntes und genormtes Prüfverfahren
  Brinell :      DIN 50 351
  Vickers :    DIN 50 133

Anwendung:
- Experimentelle Bestimmung von Härtekennwerten an Metallwerkstoffen
- Härteabtastungen zur Bestimmung eines Härteverlaufs
- Umwertungen verschiedener Härtewerte untereinander nach DIN 50 150
- Umwertung von Härtewerten in Zugfestigkeitswerte nach DIN 50 150

Prüfpersonal:
Technische Kräfte mit spezieller Ausbildung

Kosten:
Härteprüfung mit Probenvorbereitung :    40 DM
Serieneindrücke ( pro Eindruck) :            5 DM

Abb_1, Abb_2


Abb_1


Abb_2

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